Entwicklungsstörungen bei neurologischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters

Prof. Dr. med. Peter Weber
Diplom-Psychologe, Leitender Arzt am Universitäts-Kinderspital beider Basel (Neuropädiatrie und Entwicklungsneurologie)

Neben einer konstitutionellen Entwicklungsstörung, bei denen häufig von einer Anlagestörung ausgegangen wird, ohne dass eine neurologische Erkrankung im engeren Sinne nachweisbar ist, zeigen sich Entwicklungs- und Lern-Leistungsstörungen als Begleitproblem bei einer Reihe von neurologischen Grunderkrankungen. Der Sozialisationserfolg der Kinder und Jugendlichen ist dabei nicht selten mindestens genauso durch die Entwicklungsproblematik, wie durch die neurologische Grunderkrankung selbst gefährdet. Im Kurs werden die neuropsychologischen und entwicklungspädiatrischen Aspekte häufiger kinderneurologischer Erkrankungen wie häufiger genetischer Syndrome, Epilepsien, Zustand nach Schädel-Hirn-Traumata oder Hirntumoren, neurokutaner Syndrome, Hydrocephalus, Zustand nach Frühgeburtlichkeit und Zerebralparese besprochen und deren Bedeutung für die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder diskutiert. Anhand einzelner Fallbeispiele wird das interdisziplinäre entwicklungspsychologische/schulpsychologische und neuropsychologische/neuropädiatrische Vorgehen analysiert.

Bei Einreichung an den Dozenten mindestens vier Wochen vor dem Kurstag können anonymisierte Fallbeispiele aus der Praxis der Teilnehmer im Kurs behandelt werden.