Berufsethik in der kinder- und jugendpsychologischen Praxis

Dr. phil. Jürg Forster
Ehem. Leiter Schulpsychologischer Dienst der Stadt Zürich

In der kinder- und jugendpsychologischen Berufspraxis stellen sich oft Vorgehensfragen, bei denen ethische und oft auch rechtliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind.
-Eine Lehrerin möchte die Hintergründe der Lernstörung ihres Schülers kennen – wie offen kann die Schulpsychologin mit ihr über persönliche und familiäre Probleme des Kindes sprechen?
-Ein Kinderpsychologe erhält von seinem Arbeitgeber Anweisungen, die er fachlich nicht verantworten kann. Was soll er tun?

Der Kurs vermittelt an Hand von Fallbeispielen, die auch von den Teilnehmenden eingebracht werden, die berufsethischen Prinzipien, welche international von Psychologieverbänden anerkannt sind. Er gibt Hinweise, wie vorgegangen werden kann, wenn berufliche Entscheidungen mit ethischen Implikationen verbunden sind (Güterabwägung bei ethischen Dilemmen).

Besondere Aufmerksamkeit verdienen in der kinder- und jugendpsychologischen Praxis die Aktenführung, das Verfassen von Anträgen und Berichten sowie der Umgang mit der Schweigepflicht. Dazu werden Richtlinien vermittelt.