Mirjam Wagner, M. Sc.
Pädagogische Hochschule, FHNW
Der Unterricht von Schulklassen ist eine vielfältige Herausforderung. Lehrpersonen sind nicht nur für die Lernprozesse, das Klassenklima, die Zusammenarbeit, die Kommunikation, Elternkontakte und konstruktive Lernatmosphäre verantwortlich, sondern müssen auch Konflikte verhindern oder sehen, dass die Kinder miteinander auskommen. Schulklassen sind jedoch heterogene Gebilde. Es treffen verschiedene Persönlichkeiten, soziale Hintergründe, Kulturen, Geschlechter und Erwartungen der Eltern aufeinander. Wer unterrichtet muss darum auch mit Konflikten umgehen und der Führung von Klassen vertraut sein. Die Teilnehmenden lernen die zentralen Konzepte des Classroom Managements nach Kounin (1976) und aus dem Werk von Greutmann, Saalbach & Stern (2021) kennen und können diese Kompetenzen im Kontext der schulpsychologischen Beratung anwenden.
Neben der pädagogischen und organisatorischen Verantwortung sind Lehrpersonen auch mit vielfältigen psychosozialen Anforderungen konfrontiert. Dazu gehört der Umgang mit Belastungen (Zeitdruck, Erwartungshaltung der Eltern und Schulleitung, herausforderndes Verhalten, emotional anspruchsvolle Situationen). Dieser Kurstag soll dazu dienen, typische psychosoziale Herausforderungen zu erkennen und daraus individuelle Beratungsperspektiven für sich selbst und die Beteiligten im schulischen Umfeld zu entwickeln. Dabei wird mit eigenen Fallbeispielen aus der Praxis gearbeitet. Zudem wird die eigene Rolle im Spannungsfeld zwischen Lehrperson, Klasse, Schulleitung und Eltern reflektiert und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Ziele: