PD Dr. Margarete Bolten
Luzerner Psychiatrie und Kinderspital Zentralschweiz Luzern
Psychosomatische Störungen sind körperliche Symptome ohne organische Ursache. Kinder- und Jugendliche mit psychosomatischen oder funktionellen Störungen befinden sich somit im Spannungsfeld zwischen somatischer und psychischer Medizin, die in der westlichen Medizin immer noch als Pole verstanden werden und zum Teil nur schlecht integriert werden.
Die Symptombreite der psychosomatischen Störungen ist vielfältig und eine erhebliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen ist betroffen. Entsprechend sind diese Beschwerden auch im schulischen Umfeld häufig anzutreffen. Typische Beschwerden in diesem Spektrum sind vor allem funktionelle Bauch und Kopfschmerzen, funktionelle Ausscheidungsstörungen und Essstörungen. Psychosomatische Störungen können die Eltern-Kind-Beziehung, soziale Beziehungen und die allgemeine Entwicklung eines Kindes erheblich beeinträchtigen, was wiederum negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Kinder hat.
Im Kurs werden sowohl die körperliche, die psychische und als auch die Ebene der sozialen Umwelt von Kindern als ineinandergreifende Entitäten verstanden. Es wird daher ein interdisziplinärerer Ansatz, der sowohl körperliche, psychische als auch soziale Komponenten berücksichtigt, vorgestellt.
Inhalte des Workshops:
Literatur
Bolten, M. & Légeret, C. (2022). Funktionelle Magen-Darmstörungen im Kindes- und Jugendalter – Ein Praxismanual. Berlin, Heidelberg: Springer Medizin.
Dobe, M., & Zernikow, B. (2019). Therapie von Schmerzstörungen im Kindes-und Jugendalter. Springer Berlin Heidelberg.